kommentierte die Titanic sarkatisch den Satz „Der Vater von Uwe Mundlos sieht seinen Sohn als Opfer“. Über die Vernehmung von Prof. Dr. Mundlos ist in der Presse viel berichtet worden. Auffällig und durchgehend – wie bereits bei der Mutter von Uwe Böhnhard – der Versuch an der Verantwortung des eigenen Sohnes zu zweifeln und auch die eigene Verantwortung überhaupt nicht zu reflektieren. Weiterlesen
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Warum „Danke, Beate“ und nicht: „Rede doch endlich, Beate!“ ?
Am 19. und 20.11.2013 wurde die Mutter von Uwe Böhnhardt im NSU-Verfahren vernommen. Eine detaillierte Berichterstattung wie immer auf NSU-Watch (für den 19.11. und 20.11), Zusammenfassungen in vielen Medien wie z.B.SPIEGEL-online. Eine Erklärung von einer Reihe von Anwälten der Nebenklage finden sie hier. Frau Böhnhardt war dann besonders gefühllos, wenn sie meinte, besonders viel Empathie zu äussern. Sie nahm für sich in Anspruch, am besten mit den Angehörigen der Opfer mitfühlen zu können, weil sie selbst auch lange Zeit nach dem Abtauchen ihres Sohnes in Ungewissheit gelebt hatte. Deshalb könne sie die Gefühle der Opfer besonders gut nachvollziehen, wobei sie aber offenbar den Unterschied zwischen der Mutter eines Täters und der Mutter oder anderen Angehörigen eines Opfers nicht erkennen wollte. Weiterlesen
Ein Handschlag mit dem Nazi-Anwalt für die Freiheitsrechte
Der 01.10.2013 war ein hoch emotionaler und hoch interessanter Verhandlungstag. Über die Zeugenaussage des Herrn Yozgat sowie des ehemaligen Verfassungsschutzbeamten ist in der Presse ausführlich berichtet worden. Untergegangen dabei sind allerdings andere, durchaus wichtige Aspekte dieses Tages: Weiterlesen
Zschäpe als direkte Brandlegerin
Am 30.07.2013 beschrieb die Zeugin M. in dem Verfahren vor dem Oberlandesgericht München, wie ihre Tante, die damals 89-jährige Frau E., in der Frühlingstraße knapp dem Tode entging. Nach Einschätzung der Brandsachverständigen hatte die Angeklagte 7 bis 9 Brandherde gelegt und an die 10 Liter Benzin verschüttet. Die alte Frau, die nicht mehr gut hören und sehen konnte, hatte von dem Brand nichts bemerkt, obwohl direkt neben ihr bereits die ganze Etage durch die Explosion weggerissen wurde und die Flammen bereits hoch aus dem Haus schlugen. Weiterlesen
Sturm aus Berlin „vertrieben“ – Die Rechtsordnung in Gefahr?
Wer – wie der Verfasser – mehr oder weniger regelmäßig die NJW (Neue juristische Wochenschrift – die grösste Juristenzeitung) liest und dabei auch die (hinteren) Umschlagseiten durchblättert, trifft ein- bis zweimal im Monat auf die Mitteilung darüber, in welchen Büros sich wieder was geändert hat. Da wechselt also Rechtsanwalt X von Großkanzlei A zu Großkanzlei B und nimmt auch noch gleich einige Anwälte seines Teams mit. Weiterlesen
„Alles was sie jetzt sagen, kann gegen Sie verwandt werden“
Wer kennt nicht diesen Satz aus amerikanischen Krimis, der mitlerweile auch Einzug in den Tatort gehalten hat (besonders beliebt am Ende, wenn die Handschellen zuschnappen). Allerdings: Hemmungslos wird zumeist das vorher gesagte verwertet und zwar auch dann, wenn dies ohne Belehrung gesagt wurde. Weiterlesen